REKORDHOCH BEI GRUNDERWERBSSTEUER!

Erhoben wird die Grunderwerbssteuer, die beim Kauf einer Immobilie anfällt, von den Bundesländern. In 2019 wurde damit die Rekordsumme von 15,8 Milliarden eingenommen, das bedeutet ein Plus von 12,1% im Vergleich zum Vorjahr und trug ebenfalls zu einer Verteuerung von Wohnimmobilien bei.

Die Abgabe, die seit 2006 durch die Bundesländer festgelegt und beim Kauf von Grundstücken oder Gebäuden fällig wird, wurde laut BFW (Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen) seitdem insgesamt 27 Mal erhöht. Dieses sorgt nun für Unmut in der Immobilienbranche.

Der derzeit niedrigste Satz von 3,5 Prozent des Kaufpreises gilt nur noch in Bayern und Sachsen. In Hamburg beträgt die Grunderwerbsteuer 4,5 Prozent, in Berlin und Hessen sind es sechs Prozent und in Nordrhein-Westfalen sogar 6,5 Prozent.

Die Grunderwerbsteuer steht schon länger in der Kritik nicht nur der Wohnungswirtschaft, sondern der gesamten Immobilienbranche. Auch Ökonomen, etwa das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat wiederholt Kritik geäußert, weil durch die Steuer die Nebenkosten beim Immobilienkauf stark in die Höhe gestiegen seien.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Überprüfung zur Einführung eines Freibetrags beim erstmaligen Kauf eines selbst genutzten Eigentums, blieb bislang aus.